SPORTOPIA
Wo Geschichte Zukunft trifft

Der RKB und die Solijugend werden zusammen mit verschiedenen Partnern die erste Arbeiterolympiade von 1925 im Jahr 2025 wieder aufleben lassen! In der Tradition der historischen Arbeitersportbewegung wird diese Veranstaltung ein einzigartiges Zusammentreffen von Sport, Kultur und internationalem Austausch.



Was ist in Neu-Isenburg geplant?
Vom 3.–5. Oktober 2025 werden wir anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der ersten Arbeiterolympiade ein Sport- und Kulturfest im Sportpark Alicestraße (Neu-Isenburg) durchführen, bei dem die Idee eines besseren Sports im Vordergrund stehen soll.
Gemeinsam mit unseren Mitgliedsvereinen und interessierten Partnern aus der Region werden wir eine Plattform zur Verfügung stellen, die Sport und Kultur sowie Geschichte und Gegenwart verbindet. Dabei sollen sich Sport-, Kultur- und Bildungsangebote abwechseln. Teil der Veranstaltung ist eine internationale Jugendbegegnung mit Frankreich und den Niederlanden vom 1. bis 5. Oktober.
SPORTOPIA soll ein Ort sein, an dem sich alle wohl und sicher fühlen
Dafür haben wir ein Awareness-Konzept entwickelt. Geschulte Ansprechpersonen stehen jederzeit bereit, wenn du Unterstützung brauchst oder etwas teilen möchtest. Alle Details findest du hier.
Zeitplan: Was, wann, wo?
Freitag
3. Oktober 2025
Rahmenprogramm
- 09:00–17:00 Uhr: Sportflohmarkt
- 13:00–17:00: Mobile Radreparatur-Stationen (Außenbereich)
- 18:00–19:00 Uhr: Eröffnungsfeier (Sportparkhalle)
- 19:00–20:00 Uhr: 100 Jahre Arbeiterolympiade // Vortrag Dieter Wesp (Sportparkhalle)
- 20:00–21:00 Uhr: Film „Die neue Großmacht“ (Sportparkhalle)
- Ganztägig: Ausstellung „Vorwärts und nicht vergessen – die Geschichte der 1. Internationalen Arbeiter-Olympiade von 1925″ (Außengelände)
- Ganztägig: Ausstellung „Sport. Bewegung. Solidarität“ – eine kurze Geschichte des RKB“ (Sportparkhalle)
Sportprogramm
- 11:00–21:00 Uhr: Sportopia Dance Cup (Sportparkhalle)
- 11:00–18:00 Uhr: „100 Meter Vorwärts!“ (Außengelände)
- 12:00–17:00 Uhr: Spielmobil (Außengelände)
Samstag
4. Oktober 2025
Rahmenprogramm
- 13:00–17:00: Mobile Radreparatur-Stationen (Außenbereich)
- 13:00–15:00 Uhr: Workshop Antisemitismusprävention im Sport (Mehrzweckraum Rudi-Seiferlein-Halle)
- 16:00–17:00 Uhr: „Queerness im Sport“ (Film und Publikumsgespräch, Mehrzweckraum Rudi-Seiferlein-Halle)
- 18:00–20:00 Uhr: Panel mit Martin Krauss und Dieter Vaupel (Sportparkhalle)
- 20:00–21:00 Uhr: Film „Kampf um die Erde“ (Sportparkhalle)
- Ganztägig: Ausstellung „Vorwärts und nicht vergessen – die Geschichte der 1. Internationalen Arbeiter-Olympiade von 1925″ (Außengelände)
- Ganztägig: Ausstellung „Sport. Bewegung. Solidarität“ – eine kurze Geschichte des RKB“ (Sportparkhalle)
Sportprogramm
- 09:00–17:00 Uhr: Fußball-Turnier(Kunstrasenplatz, Außenbereich)
- 09:00–12:00 Uhr: Catch’n Serve-Turnier (Rudi-Seiferlein-Halle)
- 09:00–12:00 Uhr: Inlinehockey-Turnier (Sportparkhalle)
- 09:00–12:00 Uhr: Radpolo-Turnier (Sportparkhalle)
- 10:00–17:00 Uhr: Spielmobil (Außengelände)
- 10:00–17:00 Uhr: Kletterturm (Außengelände)
- 11:00–18:00 Uhr: „100 Meter Vorwärts!“ (Außengelände)
- 14:00–15:30 Uhr: Roller-Derby-Workshop für TINFLA* (Rudi-Seiferlein-Halle)
- 14:00–15:30 Uhr: Krav-Maga-Workshop (Rudi-Seiferlein-Halle)
- 14:00–17:00 Uhr: Schnuppertraining Rollkunstlauf (Sportparkhalle)
- 14:00–17:00 Uhr: Offenes Kunstradtraining (Sportparkhalle)
- 15:30–17:00 Uhr: Sparring-Workshop (Rudi-Seiferlein-Halle)
Sonntag
5. Oktober 2025
Rahmenprogramm
- 12:00–14:00 Uhr: Abschlusszeremonie (Weltmeisterin 1er Kunstrad 2022 Jana Pfann, Rollkunstlauf-Show, Redebeiträge, Roter Stern Chor)
- Ganztägig: Ausstellung „Vorwärts und nicht vergessen – die Geschichte der 1. Internationalen Arbeiter-Olympiade von 1925″ (Außengelände)
- Ganztägig: Ausstellung „Sport. Bewegung. Solidarität“ – eine kurze Geschichte des RKB (Sportparkhalle)


DAS SPORT-PROGRAMM:
Bei SPORTOPIA wird Sport zum Erlebnis – vielfältig, inklusiv und solidarisch. Von Turnieren über Workshops bis zu offenen Mitmachangeboten zeigen wir, wie Bewegung verbindet, stärkt und politisch wirksam wird. Ob auf Rollen, Rädern oder zu Fuß: Das Programm lädt ein zum Ausprobieren, Austauschen und gemeinsamen Gestalten – für alle Generationen, alle Körper, alle Hintergründe.

DAS RAHMEN-PROGRAMM:
SPORTOPIA ist mehr als Sport. Es ist auch ein Ort für Gespräche, Geschichten, Kritik und neue Perspektiven. In unserem Kopfprogramm geht es um Haltung, Erinnerung, Empowerment – und darum, Sport in einen größeren gesellschaftlichen Zusammenhang zu stellen.
Ob im Workshop, beim Film, im Panel oder im offenen Gespräch: Hier wird hinterfragt, zugehört, weitergedacht. Wer sich bewegt, will auch verstehen. Wer Verantwortung übernimmt, braucht Austausch. Und wer eine andere Sportkultur mitgestalten will, beginnt oft mit einem guten Gespräch.
Das Rahmenprogramm lädt alle ein – mit offenem Kopf, wachem Herzen und Lust auf Veränderung.
PROGRAMMDETAILS
Freitag, 03.10.2025:
Ein Tag, der euch in Schwung bringt!
Der erste SPORTOPIA-Tag startet mit Feiern, Staunen und Mitmachen: Erlebt die Eröffnungsfeier, stöbert beim Sportflohmarkt, entdeckt die historisches Ausstellungen und lasst euch von Vorträgen, Filmen und dem SPORTOPIA Dance Cup mitreißen. Ein Tag, der euch in Schwung bringt!
Tanzturnier
Elegant, energiegeladen und voller Leidenschaft: Das Tanzturnier von Dancesport Heritage Deutschland bringt Glanz und Bewegung auf die SPORTOPIA-Bühne!
Ob Walzer, Tango, Samba oder Jive – Paare verschiedenster Altersgruppen zeigen, wie lebendig und ausdrucksstark moderner Paartanz in jedem Alter sein kann. Zuschauen lohnt sich – Mitfiebern ausdrücklich erwünscht! Und das Beste: Alle ZuschauerInnen erhalten die Möglichkeit, bei der SPORTOPIA-Party am Samstagabend selbst aktiv zu werden – in einem kurzen Mitmach-Workshop der amtierenden Weltmeister im Adult Classic Showdance, Alina Muschalik und Nikita Goncharov. Einfach ausprobieren, mittanzen und Spaß haben!
Das Turnier wird von Dancesport Heritage Deutschland (DSH Deutschland) organisiert – einem jungen Verband, der sich als deutscher Ableger der internationalen Dancesport-Heritage-Bewegung gegründet hat, Mitglied im RKB Solidarität und damit auch Teil der CSIT ist, dem internationalen Dachverband des Arbeiter- und Amateursports.
„100 Meter Vorwärts!“ Wettbewerb im langsam Radfahren (Außenbereich)
Wie langsam kann man vorwärtsfahren, ohne stehenzubleiben? Der Wettbewerb „100 Meter Vorwärts!“ lädt zum entschleunigten Kräftemessen auf dem Fahrrad ein. Gewonnen hat, wer die Strecke am langsamsten zurücklegt – ohne abzusetzen, ohne umzufallen.
Der Parcours wurde von der Frankfurter Künstler*innengruppe redpark gestaltet, die mit kreativen Mitteln Fragen von Bewegung, Raum und Gesellschaft verhandelt. Die Betreuung übernimmt der Offenbacher Verein radraum, der sich auch mit mobilen Reparaturstationen am SPORTOPIA-Programm beteiligt.
„100 Meter Langsamradfahren“ hat Tradition: Bereits bei der ersten Arbeiterolympiade 1925 war es Teil der Wettkämpfe. Der damalige Sieger, Valentin Stieber aus Güntersleben bei Würzburg, bewältigte die Strecke in sensationell langsamen 14 Minuten und 22 Sekunden – ohne abzusteigen. Auch auf den Zeltlagern der Solijugend wurde der Wettbewerb über Jahrzehnte hinweg mit großer Begeisterung ausgetragen – nicht als Leistungstest, sondern als Übung in Konzentration, Gleichgewicht und Gelassenheit.
Heute wie damals gilt: Hier zählt nicht Tempo, sondern Kontrolle. Wer möchte, kann mit einem bereitgestellten Fahrrad oder dem eigenen Rad antreten – mehrfach, allein oder im kleinen Wettkampf mit Freund*innen.
„100 Meter Vorwärts!“ ist ein Stück Geschichte – und zugleich eine Einladung, Bewegung neu zu denken.
Spielmobil – das rollende Spielfest für alle
Das Spielmobil verwandelt das Außengelände von SPORTOPIA in einen bunten Abenteuer-Spielplatz. Mit Rollenrutsche, Bobby-Cars, Pedalos, Stelzen, Ball- und Geschicklichkeitsspielen, Bastelstationen und vielem mehr ist für jede Menge Bewegung, Kreativität und Spaß gesorgt. Das Beste: Ihr könnt einfach vorbeikommen! Keine Anmeldung, keine Vorbereitung – einfach mitspielen, ausprobieren und entdecken. Begleitet wird das Ganze von einem erfahrenen Team, das alles aufbaut, betreut und dafür sorgt, dass jeder mitmachen kann – egal ob Kind, Jugendliche*r oder junggeblieben. Offen. Kostenlos. Direkt vor Ort. Kommt vorbei und erlebt Spiel, Spaß und Gemeinschaft – mitten bei SPORTOPIA.
Sportflohmarkt
Ob Vintage-Trikots, kaum gefahrene Fahrräder, gebrauchte Inlineskates, Sportbücher oder Trainingsgeräte – beim SPORTOPIA-Sportflohmarkt finden gut erhaltene Sportartikel ein neues Zuhause. Hier könnt ihr stöbern, tauschen, feilschen und fündig werden – zu fairen Preisen und in entspannter Atmosphäre.
So funktioniert’s für Verkäufer*innen:
- Eigener Stand: Wer genug Artikel hat, kann einen eigenen Stand betreiben und direkt mit Käufer*innen ins Gespräch kommen. Anmeldung erforderlich.
- Abgabe-Service: Ihr habt nur wenige Dinge, die ihr loswerden möchtet? Kein Problem! Bringt sie einfach am Freitag, 03.10., zwischen 11:00 und 12:00 Uhr vorbei. Unser SPORTOPIA-Team übernimmt den Verkauf für euch. Ihr gebt vorher an, welchen Preis ihr euch wünscht und wo eure „Schmerzgrenze“ liegt.
Wichtig: Vom Erlös wird nichts automatisch gespendet – er geht komplett an euch zurück.
Wir freuen uns aber, wenn ihr freiwillig einen Teil des Erlöses an das Centre Zahra Tragha in Rabat, Marokko, gebt.
Das Zentrum wurde 2000 von unserer Partnerorganisation AMEJ gemeinsam mit der Solijugend gegründet. Es ist ein Ort für Bildung, Empowerment und soziale Teilhabe, der Jugendlichen in der Altstadt von Rabat Zugang zu beruflicher Qualifizierung, digitaler Bildung und neuen Perspektiven bietet – unabhängig von Herkunft oder finanziellen Möglichkeiten.
Mobile Radreparatur-Stationen (Außenbereich)
Der Verein radraum, Mitglied im RKB „Solidarität“, bringt beim SPORTOPIA-Festival praktische Fahrradkultur auf den Platz. Im Außenbereich betreibt radraum zwei mobile Radreparatur-Stationen, an denen kleinere Pannen direkt vor Ort behoben werden können – und wo es vor allem darum geht, selbst aktiv zu werden.
Unter Anleitung erfahrener Schrauberinnen können Besucherinnen lernen, wie man Schläuche flickt, Bremsen nachzieht oder eine Schaltung einstellt. Ziel ist nicht nur, Mobilität zu sichern, sondern technische Selbstermächtigung zu fördern – unabhängig von Vorwissen oder Vorerfahrung. Die Stationen sind offen für alle und laden zum Mitmachen ein.
radraum betreibt in Offenbach einen festen Ort für Fahrradkultur und solidarische Stadtentwicklung: eine offene Werkstatt, ein Community-Café und Treffpunkt für alle, die sich für nachhaltige Mobilität interessieren. Als Verein steht radraum für Reparieren statt Wegwerfen, gemeinsames Lernen statt Expert*innenkult und für das Fahrrad als Werkzeug einer sozial-ökologischen Transformation.
Ob auf dem Platz bei SPORTOPIA oder im Alltag in Offenbach: radraum macht deutlich, dass Fahrradfahren mehr ist als Fortbewegung – es ist Selbstermächtigung auf zwei Rädern.
100 Jahre Arbeiterolympiade: Vortrag von Dieter Wesp
Die erste Arbeiterolympiade 1925 in Frankfurt am Main war weit mehr als ein Sportereignis. Sie war ein politisches und kulturelles Manifest – getragen von der Kraft der internationalen Arbeiter*innenbewegung, von Solidarität und dem Glauben an eine gerechtere Welt durch gemeinsamen Sport.
Dieter Wesp, Diplom-Pädagoge, zertifizierter Stadthistoriker und Stadtführer, beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der politischen Geschichte Frankfurts. In seinem Vortrag beleuchtet er die Arbeiterolympiade als Ausdruck gelebter Solidarität – zwischen Klassenkampf, Körperkultur und internationalem Austausch.
Mit historischem Bildmaterial, viel Hintergrundwissen und politischem Gespür zeigt Wesp, was diese Olympiade so besonders machte – und was sie uns heute noch zu sagen hat.
Ein eindrucksvoller Blick zurück – und ein wichtiger Impuls für die Zukunft eines anderen Sports.
Die neue Großmacht. Der Film der Internationalen Arbeiter-Olympiade Frankfurt a. Main.
Wir zeigen das visuell eindrucksvolle Stummfilmdokument über die erste Internationale Arbeiterolympiade in Frankfurt am Main von Wilhelm Prager. Zu sehen sind Massenaufmärsche, Sportwettkämpfe und kulturelle Darbietungen von über 100.000 Teilnehmenden aus aller Welt – als Manifest einer solidarischen, internationalen Sportbewegung.
Der Film macht sichtbar, wie Sport zum politischen Ausdruck von Gemeinschaft und Emanzipation wurde.
Ausstellung „Sport. Bewegung. Solidarität“ – eine kurze Geschichte des RKB
Mehr als 125 Jahre gelebte Geschichte: Die Wanderausstellung „Sport. Bewegung. Solidarität“ zeigt die bewegte Historie des RKB „Solidarität“ – vom Gründungsjahr 1896 durch Radfahrer aus der Arbeiterbewegung, über die Zwanzigerjahre als weltgrößter Radsportverband mit eigener genossenschaftlich betriebener Rad- und Motorradfabrik in Offenbach, das Verbot und die Enteignung durch die Nationalsozialisten, bis zu den Neuanfängen nach dem Zweiten Weltkrieg in BRD und DDR.
Sie erzählt vom Kampf um Wiedergutmachung, der gleichberechtigten Aufnahme in den Deutschen Sportbund und den sportlichen Erfolgen bis heute – von Weltmeistertiteln im Kunstradsport über Spitzenleistungen im Rollkunstlaufen bis hin zur Integration der Deutschen Inline Hockey Liga in den RKB. Dabei sind sportliche Höhepunkte immer eingebettet in die großen gesellschaftspolitischen Entwicklungen: Kaiserreich, Weimarer Republik, NS-Herrschaft, Wiedervereinigung und Gegenwart.
Die Ausstellung ist klar strukturiert, leicht zugänglich und bewusst nicht überladen. Über QR-Codes können Besucher*innen spannende Zeitzeugen-Interviews als Video abrufen – für vertiefende Einblicke und lebendige Erinnerungen aus erster Hand.
Ausstellung „Vorwärts und nicht vergessen – die Geschichte der 1. Internationalen Arbeiter-Olympiade von 1925
Diese prägnant gestaltete Wanderausstellung des Sportkreis Frankfurt e. V. und des Eintracht Frankfurt Museums erzählt die Geschichte der ersten Internationalen Arbeiter‑Olympiade (1925) in Frankfurt – kein Wettkampf, sondern ein politisches Statement für Solidarität und Aufbruch.
Sie zeigt eindrücklich, wie Tausende Arbeitersportler*innen aus Europa im neuen Waldstadion antraten – nicht um zu siegen, sondern um sich gemeinschaftlich für gesellschaftlichen Wandel zu stärken. Besonders bewegend sind die Darstellungen des großen Festzugs, der „Langsames Radfahren“-Wettbewerb (bei dem 100 m in über 14 Minuten zurückgelegt wurden) und kulturelle Massenaktionen im Stadtbild – dokumentiert auf 28 Hängetafeln.
Geschichte wird hier sichtbar und spürbar: Die Arbeiter-Olympiade setzte nicht auf sportliche Rivalität, sondern auf gemeinsames Erleben. Auszeichnungen gab es für die Teilnahme und den Beitrag zum Gesamtbild – im Mittelpunkt standen Solidarität und das gemeinsame Ziel, ein sichtbares Zeichen für eine gerechtere Welt zu setzen.
Samstag, 04.10.2025:
Die ganze Bandbreite von SPORTOPIA
Von spannenden Turnieren über Workshops zu Selbstverteidigung, Roller Derby und Antisemitismusprävention bis hin zu Filmen und Panels – hier wird gespielt, gelernt, diskutiert und gefeiert!
Fußballturnier (Außenbereich)
Ein Ball, zwei Tore – und alles andere ist Verhandlungssache. Beim SPORTOPIA-Fußballturnier spielen wir ohne Schiedsrichter, ohne Abseitsregel – aber mit Verantwortung. Statt Kontrolle von außen setzen wir auf Selbstregulierung, Fairness und Kommunikation auf dem Platz. er foult, wird nicht abgepfiffen – sondern angesprochen. Und zwar nicht von außen, sondern von der Person, die gefoult wurde. Das schafft Raum für neue Dynamiken: mehr Miteinander, mehr Respekt, mehr Selbstverantwortung. Das SPORTOPIA-Turnier ist kein Hochleistungsfußball – es ist Fußball als soziales Spiel. Gespielt wird in gemischten Teams, barrierearm und auf Augenhöhe. Ziel ist nicht der Pokal, sondern das Erlebnis: Wie können wir gemeinsam Spielregeln verändern – und was verändert sich dadurch bei uns? Mitmachen können alle – egal, ob Hobbyspieler:in, Straßenkicker:in oder Sportneuling. Hauptsache, du hast Lust auf ein Spiel, das mehr ist als Sport. Ein Spiel, das Haltung zeigt. Und dabei richtig Spaß macht – organisiert vom Roten Stern Frankfurt.
Die Teilnahmeplätze sind begrenzt. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Catch’n Serve-Turnier
Catch’n Serve Ball ist ein junger, dynamischer Teamsport, der Elemente des Volleyballs mit einem einfachen, inklusiven Spielprinzip verbindet. Statt den Ball zu baggern oder zu pritschen, wird er gefangen und direkt zurückgeworfen. Das sorgt für ein schnelles Spiel mit intuitiven Bewegungsabläufen, die sofort Spaß machen. Das Besondere: Catch’n Serve ist von Anfang an auf Teilhabe ausgerichtet: Die Regeln sind leicht verständlich, der Einstieg gelingt schnell, und es können Menschen aller Altersgruppen, Fitnesslevels und Hintergründe gemeinsam spielen – von Schulkindern bis Senior*innen, vom Freizeitsport bis zum Wettkampf.
Das Turnier im Rahmen von SPORTOPIA wird vom Deutschen Catch’n Serve Ball-Verband (DCSB) organisiert. Der Verband wurde 2024 gegründet und bringt mit seinem Vorstandsteam rund um Präsidentin Tatjana Gerber – ehemalige Bundesliga- und Nationalspielerin – internationale sportliche Erfahrung und gesellschaftliches Engagement zusammen. Der DCSB verfolgt das Ziel, Catch’n Serve bundesweit bekannt zu machen, inklusive Vereins- und Ligenstrukturen aufzubauen und bis 2030 als inklusiver Modellverband im deutschen Sport etabliert zu sein.
Dabei steht der Verband für klare Werte: Inklusion und Gleichberechtigung, gesellschaftliche Teilhabe, Gesundheitsförderung, Nachhaltigkeit im Sport sowie eine konsequente Haltung gegen jede Form von Diskriminierung. Catch’n Serve ist nicht nur ein Spiel – es ist ein klares Statement für eine offene, vielfältige und solidarische Sportkultur.
Inlinehockey-Turnier
Inlinehockey ist schnell, technisch anspruchsvoll und hochintensiv – ein moderner Mannschaftssport mit Suchtfaktor. Gespielt wird mit vier Feldspielern und einem Torwart pro Team, auf Inline-Skates, mit schnellen Wechseln, präzisen Pässen und jeder Menge Action. Anders als beim Eishockey ist Körperkontakt nur eingeschränkt erlaubt, was das Spiel dynamisch, aber fair hält.
Im Rahmen von SPORTOPIA veranstaltet die Deutsche Inlinehockey Liga (DIHL) ein Turnier für ambitionierte Teams und neugierige Zuschauer*innen. Die DIHL ist die höchste Spielklasse im deutschen Inlinehockey und organisiert gemeinsam mit dem Deutschen Inlinehockey Verband (DIHV) einen strukturierten Spielbetrieb in mehreren Ligen – vom Breitensport bis zur nationalen Spitze. Seit der Gründung des DIHV im Jahr 2022 ist Inlinehockey ein fester Bestandteil im RKB „Solidarität“, mit aktiven Teams aus sieben Bundesländern.
Der Sport ist niedrigschwellig, integrativ und hochattraktiv – ideal für alle, die Teamgeist, Tempo und Technik in einer einzigartigen Kombination erleben wollen. Inlinehockey lässt sich fast überall spielen – auf der Straße, im Park oder in der Halle – und ist nicht nur ein spannendes Spiel, sondern auch ein wirkungsvolles Training für Koordination, Ausdauer, Entscheidungsfähigkeit und Selbstbewusstsein.
Inlinehockey steht für Offenheit, Vielfalt und Bewegung – und genau das zeigen wir bei SPORTOPIA auf dem Spielfeld. Natürlich wird es die Möglichkeit geben, das Ganze auch mal selbst auszuprobieren!
Radpolo-Turnier
Radpolo ist rasant, technisch anspruchsvoll und überraschend vielseitig – eine faszinierende Hallensportart, die im RKB „Solidarität“ seit Jahrzehnten mit Leidenschaft betrieben wird. Beim Turnier im Rahmen von SPORTOPIA demonstrieren die Bundesligateams des RSV Frellstedt und des RKB Wetzlar eindrucksvoll, was mit zwei Rädern, Geschick und Teamgeist möglich ist.
Gesetzt auf ein 14 × 11 m großes Feld, mit zwei Spieler*innen pro Team und zwei Meter großen Toren, spielt sich Radpolo in schnellen, präzisen Wechseln ab. Während im Radball ausschließlich Vorder- und Hinterrad eingesetzt wird, kommt im Radpolo zusätzlich ein Schläger zum Einsatz – für noch mehr Dynamik und taktische Vielfalt.
Besonders beeindruckend sind die Erfolge des amtierenden Deutschen Meisters RSV Frellstedt im Nachwuchsbereich: Bei der Deutschen Meisterschaft im Schüler Radpolo 2025 errang Frellstedt 1 die Gold und Frellstedt 2 die Bronzemedaille. Und auch bei der Junioren DM im Mai 2025 in Amorbach fuhren Frellstedter Teams auf das Podium – ein eindrucksvoller Beleg für die starke Nachwuchsarbeit im Verein.
Mit dem Turnier möchten der RSV Frellstedt und der RKB Wetzlar diese Randsportart erkennbar und erlebbar machen. Spannende Duelle, handfeste Technik und echtes Teamspiel erwarten alle Zuschauer*innen – ein echter Geheimtipp im Radsport: schnell, elegant und alles andere als gewöhnlich.
Spielmobil – das rollende Spielfest für alle
Das Spielmobil verwandelt das Außengelände von SPORTOPIA in einen bunten Abenteuer-Spielplatz. Mit Rollenrutsche, Bobby-Cars, Pedalos, Stelzen, Ball- und Geschicklichkeitsspielen, Bastelstationen und vielem mehr ist für jede Menge Bewegung, Kreativität und Spaß gesorgt. Das Beste: Ihr könnt einfach vorbeikommen! Keine Anmeldung, keine Vorbereitung – einfach mitspielen, ausprobieren und entdecken. Begleitet wird das Ganze von einem erfahrenen Team, das alles aufbaut, betreut und dafür sorgt, dass jeder mitmachen kann – egal ob Kind, Jugendliche*r oder junggeblieben. Offen. Kostenlos. Direkt vor Ort. Kommt vorbei und erlebt Spiel, Spaß und Gemeinschaft – mitten bei SPORTOPIA.
„100 Meter Vorwärts!“ Wettbewerb im langsam Radfahren
Wie langsam kann man vorwärtsfahren, ohne stehenzubleiben? Der Wettbewerb „100 Meter Vorwärts!“ lädt zum entschleunigten Kräftemessen auf dem Fahrrad ein. Gewonnen hat, wer die Strecke am langsamsten zurücklegt – ohne abzusetzen, ohne umzufallen.
Der Parcours wurde von der Frankfurter Künstler*innengruppe redpark gestaltet, die mit kreativen Mitteln Fragen von Bewegung, Raum und Gesellschaft verhandelt. Die Betreuung übernimmt der Offenbacher Verein radraum, der sich auch mit mobilen Reparaturstationen am SPORTOPIA-Programm beteiligt.
„100 Meter Langsamradfahren“ hat Tradition: Bereits bei der ersten Arbeiterolympiade 1925 war es Teil der Wettkämpfe. Der damalige Sieger, Valentin Stieber aus Güntersleben bei Würzburg, bewältigte die Strecke in sensationell langsamen 14 Minuten und 22 Sekunden – ohne abzusteigen. Auch auf den Zeltlagern der Solijugend wurde der Wettbewerb über Jahrzehnte hinweg mit großer Begeisterung ausgetragen – nicht als Leistungstest, sondern als Übung in Konzentration, Gleichgewicht und Gelassenheit.
Heute wie damals gilt: Hier zählt nicht Tempo, sondern Kontrolle. Wer möchte, kann mit einem bereitgestellten Fahrrad oder dem eigenen Rad antreten – mehrfach, allein oder im kleinen Wettkampf mit Freund*innen.
„100 Meter Vorwärts!“ ist ein Stück Geschichte – und zugleich eine Einladung, Bewegung neu zu denken.
Roller-Derby-Workshop für TINFLA*
Derby Dino-Mite – die AG Roller Derby des Roten Stern Frankfurt e. V. – lädt euch ein, etwas über diesen witzigen und starken, feministischen Vollkontakt-Sport zu erfahren und ihn – ohne Rollschuhe – miteinander auszuprobieren.
Der Workshop richtet sich an volljährige TINFLA*-Personen (trans/inter/nicht-binäre Menschen, Frauen, Lesben, Agender-Personen und weitere).
Es sind keine Vorerfahrungen mit Roller Derby, Rollschuhen oder Sport notwendig. Im etwa 90-minütigen Workshop erzählen wir euch von unserem selbstorganisierten Sport, vermitteln grundlegende Spielregeln, machen mit euch ein gemeinsames Warm-up und leiten dann euer erstes Derby-Spiel auf Sneakern an. Wichtig ist uns dabei, auch im Workshop einen Ort zu schaffen, an sich alle wohlfühlen und gemeinsam etwas Neues, Sportliches ausprobieren dürfen – ohne Leistungsdruck!
Ihr braucht dafür:
- Turnschuhe für die Sporthalle (helle Sohle)
- eine Trinkflasche (Vor Ort gibt es Leitungswasser in Trinkwasserqualität.)
- bequeme (Sport-)Klamotten
- wenn vorhanden: Ellenbogen- und Knieschoner
Unser Selbstverständnis könnt ihr hier nachlesen
Wir freuen uns auf euch! glitziii, MacGayver und pom fritz für Derby Dino-Mite
Die Teilnahmeplätze sind begrenzt. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Programmhinweis: Im Anschluss wird nach einer Pause der Film „Queerness im Sport“ von Toni Kelm gezeigt. Toni ist Teil von Derby Dino-Mite, hat für den Film auch Mitglieder unserer Sportgruppe interviewt und es gibt Szenen aus unserem Training zu sehen. (Achtung: Separate Anmeldung für den Film ist erforderlich – es werden nur wenige Plätze für Kurzentschlossene freigehalten).
Mobile Radreparatur-Stationen (Außenbereich)
Der Verein radraum, Mitglied im RKB „Solidarität“, bringt beim SPORTOPIA-Festival praktische Fahrradkultur auf den Platz. Im Außenbereich betreibt radraum zwei mobile Radreparatur-Stationen, an denen kleinere Pannen direkt vor Ort behoben werden können – und wo es vor allem darum geht, selbst aktiv zu werden.
Unter Anleitung erfahrener Schrauberinnen können Besucherinnen lernen, wie man Schläuche flickt, Bremsen nachzieht oder eine Schaltung einstellt. Ziel ist nicht nur, Mobilität zu sichern, sondern technische Selbstermächtigung zu fördern – unabhängig von Vorwissen oder Vorerfahrung. Die Stationen sind offen für alle und laden zum Mitmachen ein.
radraum betreibt in Offenbach einen festen Ort für Fahrradkultur und solidarische Stadtentwicklung: eine offene Werkstatt, ein Community-Café und Treffpunkt für alle, die sich für nachhaltige Mobilität interessieren. Als Verein steht radraum für Reparieren statt Wegwerfen, gemeinsames Lernen statt Expert*innenkult und für das Fahrrad als Werkzeug einer sozial-ökologischen Transformation.
Ob auf dem Platz bei SPORTOPIA oder im Alltag in Offenbach: radraum macht deutlich, dass Fahrradfahren mehr ist als Fortbewegung – es ist Selbstermächtigung auf zwei Rädern.
Workshop: Antisemitismusprävention im Sport
Antisemitismus im Sport: Antisemitismus existiert seit Jahrtausenden und ist auch heute noch weit verbreitet. Er zeigt sich in unterschiedlichen Formen, etwa in Verschwörungserzählungen, Geschichtsrevisionismus oder israelbezogenem Antisemitismus. Auch im Sport ist Antisemitismus präsent, sei es in der Umkleidekabine, auf dem Spielfeld oder auf der Tribüne.
Der zweistündige Workshop beschäftigt sich zunächst mit der Frage, was Antisemitismus ist und woran man ihn erkennen kann. Dabei werden sowohl historische als auch aktuelle Erscheinungsformen diskutiert. Anschließend richtet sich der Fokus auf den Sport: Wo und wie zeigt sich Antisemitismus im sportlichen Alltag? Welche Erfahrungen bringen die Teilnehmenden mit?
Darauf aufbauend werden gemeinsam Handlungsmöglichkeiten entwickelt, um antisemitischen Äußerungen und Verhaltensweisen effektiv entgegenzutreten und Betroffene zu schützen. Ziel des Workshops ist es, Antisemitismus zu erkennen, Handlungssicherheit zu erlangen und einen sensiblen Umgang im sportlichen Umfeld zu stärken.
Die Teilnahmeplätze sind begrenzt. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Krav-Maga-Workshop
Krav Maga bedeutet übersetzt „Kontaktkampf“ und ist ein Selbstverteidigungssystem, das in den 1930er Jahren von jüdischen Antifaschisten in Europa entwickelt wurde. Später wurde es in Israel weiterentwickelt – zunächst für das Militär, heute auch im zivilen Bereich. Ziel ist nicht der sportliche Wettkampf, sondern die realistische Vorbereitung auf Gefahrensituationen.
Im Workshop der Krav-Maga-AG des Roten Sterns Frankfurt werden einfache, aber wirkungsvolle Techniken vermittelt, um sich in Stress- und Bedrohungssituationen behaupten zu können – mit einem Fokus auf Selbstschutz, Deeskalation und Handlungssicherheit.
Der Workshop ist offen für alle, unabhängig von Geschlecht, Körper oder Vorerfahrung. Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Der Zugang ist bewusst niedrigschwellig, der Ton solidarisch und respektvoll.
Krav Maga stärkt nicht nur die körperliche Präsenz, sondern auch das Selbstvertrauen – mit klaren Prinzipien statt aggressiver Härte. Bei SPORTOPIA gibt es die Gelegenheit, diesen Ansatz in einem geschützten Rahmen kennenzulernen.
Die Teilnahmeplätze sind begrenzt. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Schnuppertraining Rollkunstlauf
Eleganz, Präzision und fließende Bewegungen auf acht Rollen – Rollkunstlauf erinnert optisch an Eiskunstlauf, ist aber eine eigenständige Sportart mit eigener Technik, eigenen Figuren und Wettbewerbsformen. Beim Schnuppertraining mit dem RSV Solidarität Neu-Isenburg könnt ihr diese faszinierende Disziplin hautnah erleben – und selbst ausprobieren.
Unter Anleitung erfahrener Trainerinnen und Trainer lernt ihr erste Schritte, elegante Drehungen und kleine Tricks. Alles in eurem Tempo, ohne Leistungsdruck – dafür mit viel Spaß an der Bewegung. Ob ihr schon sicher auf Rollschuhen steht oder zum ersten Mal in diese Schuhe steigt: Jeder ist willkommen.
Der RSV Solidarität Neu-Isenburg ist einer der traditionsreichsten Rollkunstlauf-Vereine der Region und hat schon zahlreiche Talente hervorgebracht, die auf nationalen und internationalen Meisterschaften erfolgreich waren. Gleichzeitig steht der Verein für Offenheit, Gemeinschaft und die Freude am Sport – vom Kindertraining bis zur Erwachsenen-Gruppe.
Einfach vorbeikommen, reinschnuppern und die Faszination des Rollkunstlaufs selbst erleben.
Offenes Kunstradtraining
Eleganz trifft Präzision: Beim offenen Kunstradtraining im Rahmen von SPORTOPIA können alle zuschauen – und selbst ausprobieren, wie faszinierend dieser Sport auf zwei Rädern ist.
Organisiert wird das Training von Kathrin Igel, Bundestrainerin im RKB „Solidarität“. Sie hat Athletinnen betreut, die bei internationalen Meisterschaften erfolgreich waren – bis hin zum Gewinn von Weltmeistertiteln. Mit ihrer Erfahrung schafft sie einen offenen Raum für alle, die neugierig sind auf das Kunstradfahren: vom ersten Aufsteigen bis zu kleinen Kunststücken.
Der Kunstradsport gehört zu den traditionell wichtigsten Säulen im RKB – mit einer langen Geschichte, zahlreichen Erfolgen und einer aktiven Vereinsstruktur bundesweit.
Egal ob sportlich ambitioniert oder einfach interessiert – das Training steht allen offen. Zuschauen, mitmachen, staunen: Hier wird Kunstradsport zum Erlebnis.
Kunstradfahren ist Körperbeherrschung, Kreativität und Balance in Bewegung – und bei SPORTOPIA ganz nah dran.
Sparring-Workshop
Kampfsport kann empowern – vor allem, wenn er in einem geschützten Raum stattfindet. In diesem Workshop erhalten alle, die mehr oder weniger (aber zumindest ein bisschen) Vorerfahrung mitbringen, die Möglichkeit, sich im solidarischen und kontrollierten Sparring weiterzuentwickeln, bekannte Trainingstechniken zu verfeinern, neue Übungen zu erproben und eigene Grenzen kennenzulernen – und zu verschieben.
Organisiert wird der Workshop vom Verein Roter Stern Frankfurt in Kooperation mit Makkabi Frankfurt. Im Mittelpunkt steht dabei ganz klar nicht der Wettkampf, sondern ein respektvoller, solidarischer Umgang auf Augenhöhe. Trainiert wird auf Basis klarer Absprachen und mit Rücksicht auf individuelle Erfahrungen, Wünsche und Bedürfnisse.
Der Workshop richtet sich in erster Linie an Personen, die schon eine Grunderfahrung in den Bereichen Kampfsport und/oder Selbstverteidigung haben und Lust mitbringen, sich in einer unterstützenden Umgebung weiterzuentwickeln. Damit versucht dieser Workshop, einen Raum für kollektive Selbstermächtigung, Vertrauen und sportliche Begegnung zu schaffen – jenseits von Dominanzkultur und Kampfsportklischees.
Eigene Trainings- und Schutzausrüstung (Mundschutz, Boxhandschuhe, evtl. Kopfschutz) sollten mitgebracht werden.
Die Teilnahmeplätze sind begrenzt. Eine Anmeldung ist erforderlich.
„Queerness im Sport“ – Film und Publikumsgespräch
Der 25-minütige Dokumentarfilm „Queerness im Sport“, den Toni Kelm (keine Pronomen) und Anna Henkel (keine Pronomen/sie) für die Bildungsakademie des Landessportbundes Hessen produziert haben, ist ein niedrigschwelliger Einstieg in das Thema; die in der Doku verwendete, gesprochene Sprache ist Deutsch.
Der Film richtet sich vor allem an Übungsleiter*innen und ist ein Versuch, Menschen, die Training geben, für Gründe zu sensibilisieren, die viele Queers von Sportgruppen fernhalten. Deshalb werden beispielsweise einige Begriffe erklärt, mit denen Menschen außerhalb der LGBTQIA+ Community vielleicht nicht vertraut sind. Gleichzeitig rückt der Film bestehende queere Vereine und Organisationen ins Rampenlicht und macht deutlich, dass alle queeren Sportgruppen, die es heute gibt, nur existieren, weil sie in der Vergangenheit erkämpft wurden und weiterhin für sie gekämpft wird.
Diese Gleichzeitigkeit soll auch bei dem Screening des Films mit dem anschließenden Publikumsgespräch deutlich werden: Die Veranstaltung bietet einerseits die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Wissen auf- oder auszubauen, und andererseits all die Errungenschaften zu feiern, die Queers im Sport bereits erreicht haben. Es ist eine Erinnerung daran, warum wir immer noch kämpfen – für Trans-Athlet*innen bei Olympia, für Queers, die nach ihrem Coming-out von homophoben Teammitgliedern gemieden werden, für nicht-binäre Kinder im Sportunterricht.
See you there!
Die Teilnahmeplätze sind begrenzt. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Kletterturm
Klettern als Gemeinschaftserlebnis: Am 6 Meter hohen Kletterturm der Naturfreunde Hessen können Kinder, Jugendliche und Erwachsene den Klettersport hautnah erleben – im freien Gelände, gut gesichert und professionell begleitet. Der Turm ist einer natürlichen Felswand nachempfunden und auf vier Seiten gleichzeitig bekletterbar.
Unter dem Motto „Climb: All Together“ öffnen die Naturfreunde den Klettersport für alle – unabhängig von Vorerfahrung, Alter oder Fitnesslevel. Dabei geht es nicht um Leistung, sondern um die Freude an der Bewegung, das Vertrauen in sich selbst und das gemeinsame Erreichen kleiner persönlicher „Gipfel“.
Sportklettern ist längst olympisch – und zugleich eine der inklusivsten Bewegungsformen überhaupt. Die Naturfreunde vermitteln in Neu-Isenburg Grundlagen des Sicherns, geben technische Einblicke und ermöglichen alternative Wettbewerbe, bei denen nicht Schnelligkeit, sondern Miteinander und Vielfalt im Mittelpunkt stehen.
Die Naturfreunde waren bereits 1925 bei der ersten Arbeiterolympiade in Frankfurt am Main aktiv dabei – und setzen auch 100 Jahre später ein Zeichen für solidarischen, gemeinschaftlich orientierten Sport.
Einfach vorbeikommen, ausprobieren, festhalten – und über sich hinauswachsen.
Zeitplan Klettertrum
10:00–12:00 Uhr: Klettern für Alle: Weil Klettern mehr ist als Sport
Sicheres Ausprobieren unter professioneller Anleitung. Egal, ob groß oder klein, Anfänger:in oder Profi – bei uns können alle das Klettern ausprobieren!
12:00–14:00 Uhr: Dress2Climb: Race the Wall – Rock the Costume!
Ein Staffel-Wettbewerb im Speedklettern mit Verkleidung
14:30–15:30 Uhr: Blind Climb Challenge. Eyes closed, Confidence Open
Augen zu beim Klettern. Erlebe dich selbst – auch ohne Klettererfahrung. Mit professioneller Sicherung kannst du dich ganz auf dein Erleben konzentrieren!
15:30–17:00 Uhr: Klettern für Alle: Weil Klettern mehr ist als Sport
Sicheres Ausprobieren unter professioneller Anleitung. Egal, ob groß oder klein, Anfänger:in oder Profi – bei uns können alle das Klettern ausprobieren!
„Sport und Politik“: Panel mir Martin Krauss und Dieter Vaupel
Zwei aktuelle Buchveröffentlichungen werfen neue Schlaglichter auf den Umgang mit Sport, Erinnerung und politischer Deutungshoheit. Martin Krauss und Dieter Vaupel stellen ihre Werke vor und diskutieren im moderierten Gespräch zentrale Fragen rund um die Instrumentalisierung des Sports – damals wie heute.
Martin Krauss präsentiert sein Buch „Dabei sein wäre alles – Wie Athletinnen und Athleten bis heute gegen Ausgrenzung kämpfen“ (C. Bertelsmann, 2024). Darin zeichnet er die Geschichte des Sports aus der Perspektive derer nach, die systematisch marginalisiert wurden: Frauen, People of Color, queere oder intersexuelle Sportler*innen. Mit zahlreichen historischen Fallbeispielen verdeutlicht das Buch, wie sehr sportliche Erzählungen Machtverhältnisse reproduzieren – und welche Kämpfe für Teilhabe dahinterstehen.
Dieter Vaupel stellt sein neues Buch „Die Deutschland-Rundfahrt. Geschichte eines Radrennens 1911 bis 1950“ vor (2025). Er beleuchtet die Entwicklung eines traditionsreichen Sportereignisses, das bereits früh im Spannungsfeld von Kommerz, Politik und nationaler Ideologie stand – und insbesondere im Nationalsozialismus gezielt vereinnahmt wurde. Vaupel rekonstruiert vergessene Etappen, Biografien und Verflechtungen und öffnet so den Blick für die politische Dimension auch scheinbar unpolitischer Sportveranstaltungen.
Gegenstand der Diskussion ist unter anderem, wie Sport durch Staaten und Institutionen instrumentalisiert wird – nicht nur durch autoritäre oder totalitäre Regime, sondern auch in demokratischen Gesellschaften. Was bedeutet Erinnerung in einem Verband wie dem RKB, der sich der Geschichte der Arbeiter*innen-Sportbewegung verpflichtet fühlt? Wie kann aus dem Wissen um Ausgrenzung, Vereinnahmung und Widerstand eine demokratische Sportkultur der Zukunft entstehen? Und welche Rolle spielen Bildungsarbeit, historische Aufarbeitung und solidarisches Engagement in diesem Prozess?
Das moderierte Panel lädt ein zur kritischen Reflexion und zum generationenübergreifenden Dialog – über Vergangenheit, Gegenwart und die Möglichkeit eines besseren Sports.
„Kampf um die Erde“ – Neuinterpretation eines Arbeiter-Festspiels (Film)
„Die Völker gegen die Mächtigen“ – so titelte der Vorwärts 1925 zur Aufführung des monumentalen Festspiels „Kampf um die Erde“, dem kulturellen Höhepunkt der ersten Internationalen Arbeiterolympiade in Frankfurt am Main. Verfasst vom jüdischen Autor Alfred Auerbach, versammelte das Stück 35.000 Mitwirkende in einer eindrucksvollen Inszenierung aus Sprech- und Bewegungschören. Im Zentrum: der kollektive Widerstand gegen Krieg, Kapital und Umweltzerstörung – verbunden mit der Vision einer solidarischen, gerechten Welt.
100 Jahre später greift das Performancekollektiv LIGNA dieses historische Werk auf und entwickelt daraus eine radikale Neuinterpretation: Im Juni 2025 wurde das Festspiel im Rahmen des Festivals „Sportproben“ in Frankfurt am Main als politische Performance neu aufgeführt.
Da eine erneute Live-Aufführung bei SPORTOPIA nicht möglich ist, zeigen wir die Filmaufzeichnung der Performance von LIGNA exklusiv. Die künstlerische Umsetzung verbindet historische Erinnerung mit aktuellen Kämpfen – gegen Klimakatastrophe, soziale Ausgrenzung und politische Ohnmacht. So wird das Stück von 1925 zum Resonanzraum für unsere Zeit – und zur Einladung, Sport, Kunst und Widerstand gemeinsam zu denken: Ein politisches Echo von 1925 – neu gedacht für das 21. Jahrhundert.
Ausstellung „Sport. Bewegung. Solidarität“ – eine kurze Geschichte des RKB
Mehr als 125 Jahre gelebte Geschichte: Die Wanderausstellung „Sport. Bewegung. Solidarität“ zeigt die bewegte Historie des RKB „Solidarität“ – vom Gründungsjahr 1896 durch Radfahrer aus der Arbeiterbewegung, über die Zwanzigerjahre als weltgrößter Radsportverband mit eigener genossenschaftlich betriebener Rad- und Motorradfabrik in Offenbach, das Verbot und die Enteignung durch die Nationalsozialisten, bis zu den Neuanfängen nach dem Zweiten Weltkrieg in BRD und DDR.
Sie erzählt vom Kampf um Wiedergutmachung, der gleichberechtigten Aufnahme in den Deutschen Sportbund und den sportlichen Erfolgen bis heute – von Weltmeistertiteln im Kunstradsport über Spitzenleistungen im Rollkunstlaufen bis hin zur Integration der Deutschen Inline Hockey Liga in den RKB. Dabei sind sportliche Höhepunkte immer eingebettet in die großen gesellschaftspolitischen Entwicklungen: Kaiserreich, Weimarer Republik, NS-Herrschaft, Wiedervereinigung und Gegenwart.
Die Ausstellung ist klar strukturiert, leicht zugänglich und bewusst nicht überladen. Über QR-Codes können Besucher*innen spannende Zeitzeugen-Interviews als Video abrufen – für vertiefende Einblicke und lebendige Erinnerungen aus erster Hand.
Ausstellung „Vorwärts und nicht vergessen – die Geschichte der 1. Internationalen Arbeiter-Olympiade von 1925
Diese prägnant gestaltete Wanderausstellung des Sportkreis Frankfurt e. V. und des Eintracht Frankfurt Museums erzählt die Geschichte der ersten Internationalen Arbeiter‑Olympiade (1925) in Frankfurt – kein Wettkampf, sondern ein politisches Statement für Solidarität und Aufbruch.
Sie zeigt eindrücklich, wie Tausende Arbeitersportler*innen aus Europa im neuen Waldstadion antraten – nicht um zu siegen, sondern um sich gemeinschaftlich für gesellschaftlichen Wandel zu stärken. Besonders bewegend sind die Darstellungen des großen Festzugs, der „Langsames Radfahren“-Wettbewerb (bei dem 100 m in über 14 Minuten zurückgelegt wurden) und kulturelle Massenaktionen im Stadtbild – dokumentiert auf 28 Hängetafeln.
Geschichte wird hier sichtbar und spürbar: Die Arbeiter-Olympiade setzte nicht auf sportliche Rivalität, sondern auf gemeinsames Erleben. Auszeichnungen gab es für die Teilnahme und den Beitrag zum Gesamtbild – im Mittelpunkt standen Solidarität und das gemeinsame Ziel, ein sichtbares Zeichen für eine gerechtere Welt zu setzen.
Sonntag, 05.10.2025:
Ein Tag zum Teilen, Erinnern und Pläne schmieden
Der letzte Tag gehört uns allen: Wir feiern, was wir bewegt haben – mit einer besonderen Abschlusszeremonie. Kommt noch einmal zusammen, tankt gute Energie und nehmt den Spirit von SPORTOPIA mit in den Alltag. Ende? Nur für dieses Jahr!
Ausstellung „Sport. Bewegung. Solidarität“ – eine kurze Geschichte des RKB
Mehr als 125 Jahre gelebte Geschichte: Die Wanderausstellung „Sport. Bewegung. Solidarität“ zeigt die bewegte Historie des RKB „Solidarität“ – vom Gründungsjahr 1896 durch Radfahrer aus der Arbeiterbewegung, über die Zwanzigerjahre als weltgrößter Radsportverband mit eigener genossenschaftlich betriebener Rad- und Motorradfabrik in Offenbach, das Verbot und die Enteignung durch die Nationalsozialisten, bis zu den Neuanfängen nach dem Zweiten Weltkrieg in BRD und DDR.
Sie erzählt vom Kampf um Wiedergutmachung, der gleichberechtigten Aufnahme in den Deutschen Sportbund und den sportlichen Erfolgen bis heute – von Weltmeistertiteln im Kunstradsport über Spitzenleistungen im Rollkunstlaufen bis hin zur Integration der Deutschen Inline Hockey Liga in den RKB. Dabei sind sportliche Höhepunkte immer eingebettet in die großen gesellschaftspolitischen Entwicklungen: Kaiserreich, Weimarer Republik, NS-Herrschaft, Wiedervereinigung und Gegenwart.
Die Ausstellung ist klar strukturiert, leicht zugänglich und bewusst nicht überladen. Über QR-Codes können Besucher*innen spannende Zeitzeugen-Interviews als Video abrufen – für vertiefende Einblicke und lebendige Erinnerungen aus erster Hand.
Ausstellung „Vorwärts und nicht vergessen – die Geschichte der 1. Internationalen Arbeiter-Olympiade von 1925
Diese prägnant gestaltete Wanderausstellung des Sportkreis Frankfurt e. V. und des Eintracht Frankfurt Museums erzählt die Geschichte der ersten Internationalen Arbeiter‑Olympiade (1925) in Frankfurt – kein Wettkampf, sondern ein politisches Statement für Solidarität und Aufbruch.
Sie zeigt eindrücklich, wie Tausende Arbeitersportler*innen aus Europa im neuen Waldstadion antraten – nicht um zu siegen, sondern um sich gemeinschaftlich für gesellschaftlichen Wandel zu stärken. Besonders bewegend sind die Darstellungen des großen Festzugs, der „Langsames Radfahren“-Wettbewerb (bei dem 100 m in über 14 Minuten zurückgelegt wurden) und kulturelle Massenaktionen im Stadtbild – dokumentiert auf 28 Hängetafeln.
Geschichte wird hier sichtbar und spürbar: Die Arbeiter-Olympiade setzte nicht auf sportliche Rivalität, sondern auf gemeinsames Erleben. Auszeichnungen gab es für die Teilnahme und den Beitrag zum Gesamtbild – im Mittelpunkt standen Solidarität und das gemeinsame Ziel, ein sichtbares Zeichen für eine gerechtere Welt zu setzen.
Jetzt anmelden!
Was war die Arbeiterolympiade?
Vom 24. bis 28. Juli 1925 fand in Frankfurt am Main die erste Arbeiterolympiade statt – ein sportliches und politisches Großereignis, das als Gegenentwurf zu den Olympischen Spielen konzipiert war. Unter dem Motto „Nie wieder Krieg!“ versammelten sich über 3000 Athlet:innen aus elf Nationen im damals gerade neu erbauten Waldstadion, begleitet von rund 100.000 Arbeitersportler:innen und fast einer halben Million Zuschauern.
Neben den sportlichen Wettkämpfen in Disziplinen wie Leichtathletik, Turnen, Ringen, Radfahren, Schwimmen und Fußball stand der internationale Austausch im Mittelpunkt. Die „freien Massenübungen“ mit Hunderten von Teilnehmenden zeigten, dass es vor allem um gemeinsame Bewegung ohne Leistungsdruck ging: Massensport statt Kampfrekord. Auch durch verschiedene Angebote für Kinder und die Beteiligung von Frauen unterschied sich die Arbeiterolympiade von den Olympischen Spielen. Im vielfältigen kulturellen Begleitprogramm artikulierte sich außerdem der Wunsch nach einer friedlichen und gerechteren Welt.
Unser Verband hatte damals wesentlich zum Erfolg der ersten Arbeiterolympiade beigetragen, denen zwei weitere in Wien (1931) und Antwerpen (1937) folgten; seit 2008 lebt der Leitgedanke der Arbeiterolympiaden in den „World Sports Games“ weiter, die alle zwei Jahre an wechselnden Orten stattfinden.
Diese Partner sind Teil von SPORTOPIA
Naturfreun-dejugend Hessen


























































