Im Jahr 2023 wagte der RKB erstmals den Schritt auf die internationale Bühne des Rollkunstlaufs bei den World Sports Games der CSIT in Italien – und kehrte mit großem sportlichen Erfolg und noch größerer Begeisterung im Gepäck zurück. Was damals mit einem kleinen, neugierigen Team begann, hat sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt: Und so reist der RKB im Juni zu den World Sports Games 2025 in Loutraki, Griechenland, mit einer noch größeren Mannschaft an.
Die World Sports Games bringen rund 4.500 Sportler:innen aus 35 Nationen zusammen – und mittendrin das Team des RKB. Was hinter diesem Wachstum steckt, wie sich die Sportlerinnen für das internationale Event qualifizieren konnten und welche sportlichen wie auch gemeinschaftlichen Ziele das Team verfolgt, darüber haben wir mit Hanspeter gesprochen, dem Delegationsleiter und Vizepräsidenten Sport des RKB.
2023 hat sich der RKB erstmals mit einer Rollkunstlauf-Nationalmannschaft an den World Sports Games (WSG) beteiligt. Vor zwei Jahren waren es 23/3 Sportler:innen, sechs Trainer:innen und du als Delegationsleiter. Dieses Mal reisen 48 Sportler:innen, acht Trainer:innen und ein Wettkampfrichter mit dir an. Wieso sind es dieses Mal mehr?
Der Termin 2023 wurde einerseits erst relativ spät bei uns bekannt und wir wollten zuerst einmal mit einem etwas kleineren Team „reinschnuppern“. Und außerdem lag der Termin – immer noch coronabedingt – sehr ungünstig für uns, genau zeitgleich mit unserer Deutschen Meisterschaft des RKB, sodass man sich entscheiden musste, an welchem der beiden Events mal teilnehmen möchte.
Die Teilnehmer waren dann derart begeistert und haben verbandsweit davon geschwärmt, dass recht bald klar war, dass 2025 mehr Vereine und Sportler dabei sein wollen.
Wie konnte man sich als RKB-Mitglied für die WSG qualifizieren?
Die Deutsche Meisterschaft des RKB 2024 war gleichzeitig als Sichtungswettbewerb zu den World Sport Games ausgeschrieben worden. Auch wurden die Ergebnisse der Landesmeisterschaften herangezogen und letzten Endes auch die Beurteilung der Landesrollsportleiter und als letzte entscheidende Instanz die Bundesrollsportleitung.
Bereitet ihr euch gesondert auf die Wettkämpfe vor, zum Beispiel durch gemeinsame Trainings? Soweit ich weiß, gelten bei den WSG ja die World-Skates-Regeln, nach denen im RKB normalerweise nicht trainiert wird …
Die Vorbereitungen laufen weitgehend dezentral, aber die Abstimmung und Koordination läuft fachlich immer über Rita Friede als Bundesrollsportleiterin und organisatorisch über mich als Vizepräsident Sport.
Die World-Skate-Regeln sind allen bekannt. Viele Küren mussten mehr oder weniger angepasst werden. Die Reglementierung ist strenger: Je nach Altersklasse ist vorgeschrieben, welche Elemente man darf und welche nicht. Und die Klasseneinstufung geht strikt nach Alter – bei uns nach Leistung. Der Rollsport im RKB kommt dem Breitensportgedanken näher. Bei denen, die nun die Klasse wechseln müssen, muss der Küraufbau dementsprechend geändert werden, nur bei wenigen ändert sich dadurch nichts.
Wisst ihr schon, gegen wen ihr in Loutraki antreten werdet? Welche anderen Länder sind neben Deutschland mit Rollkunstlauf vertreten?
Aus verschiedenen Gründen mussten wohl mehrere Nationen ihre Anmeldung wieder zurückziehen. Stand heute werden wir uns hauptsächlich mit italienischen Rollkunstläufern messen.
In Italien konnte sich die Nationalmannschaft des RKB mehrere Plätze auf dem Treppchen sichern und hat an beiden Wettkampftagen die Medaillenwertung gewonnen. Ist diese Leistung noch zu toppen? Was sind eure sportlichen Ziele für die WSG 2025?
Wir sind uns sicher, auch dieses Mal wieder viele Medaillen für den RKB und damit für Deutschland gewinnen zu können. Da es dieses Mal nicht nur Einzelwettbewerbe, sondern auch Gruppen und Solo-Dance geben wird, haben wir uns mit unserer Nationalmannschaft sehr breit und stark aufgestellt.
Wir würden uns natürlich alle freuen, wenn wir auch dieses Mal die Medaillenwertung gewinnen und damit verteidigen können. Es steht aber nicht nur der sportliche Wettbewerb im Vordergrund, sondern auch die Freude am Sport, die Möglichkeit, internationale Läufer kennenzulernen und an einem tollen, unvergesslichen Gemeinschaftserlebnis teilnehmen zu können.
Auf dem Gruppenfoto: Ein Teil der Nationalmannschaft sind Sportlerinnen des RSV Nattheim




