Mit zwei herausragend guten Ergebnissen bei der 2. German Masters in Öhringen bei Heilbronn hat Milena Slupina vom TSV Bernlohe ganz dick ihre Ambitionen auf einen der beiden Startplätze für die bevorstehende Weltmeisterschaft in Dornbirn/Vorarlberg unterstrichen. Martin Fürsattel vom RSV Fürth-Vach erreichte in Öhringen ebenfalls das Finale der besten Drei.

Nach insgesamt vier Wertungen liegt Milena Slupina in der WM-Quali auf Platz zwei, nur um Haaresbreite hinter der amtierenden Weltmeisterin Lisa Hattemer. In der Vorrunde hatte die Bernloherin am Vormittag eine Show der Extraklasse geboten. Beinahe makellos meisterte sie ihre Kür und fuhr mit mehreren Punkten Abstand auf den ersten Platz. Strahlend und gelöst ging sie von der Fläche. Wohlwissend, sie hatte ein echtes Statement abgeliefert. Am Abend zeigte Slupina im Finale ein zweites sehr gutes Programm mit über 180 ausgefahrenen Punkten. Es lief jedoch nicht ganz so rund wie wenige Stunden zuvor. Einmal musste sie bei einem Übergang vom Rad. Dafür hatten die beiden anderen Finalistinnen Maren Haase und Viola Brand eine echte Sternstunde erwischt und setzten sich mit persönlicher Bestleistung vor die Bernloherin.

Insgesamt hatte das Niveau der gezeigten Leistungen von der ersten auf die zweite Masters noch einmal angezogen – vor allem im ohnehin starken Frauen-Feld. Strahlend kam nach Milena Slupina auch Vroni Koch (RKB Soli Hausham) von der Fläche, nachdem sie ein Programm gezeigt hatte, das die Jurys mit einer Note knapp unterhalb ihrer persönlichen Bestleistung bewertet hatten. Damit gehörte die Oberbayerin mit wieder dem neunten Platz einmal mehr zu den TopTen. Sophia Hunold (RMSV Buch) zeigte eine konstante Leistung, die mit Platz 13 belohnt wurde. Claudia Ridinger (TSV Bernlohe) konnte ihre Leistung von zwei Wochen zuvor nicht ganz abrufen, erreichte aber auch im zweiten Durchgang der Masters den 17. Platz.  Corinna Wirth (RMC Eckersdorf) kämpft noch darum, ihr Können in vollem Umfang auch im Wettbewerb zeigen zu können und platzierte sich zwei Plätze dahinter.

Bei den Männern dominierte einmal mehr Weltmeister Lukas Kohl (Concordia Kirchehrenbach) das Feld. Der hatte zwar in der Vorrunde Nerven gezeigt und blieb im Ergebnis knapp unter der fabelhaften 200-Punkte-Marke, dafür zeigte er im Finale eine so gut wie abzugsfreie Traumkür. Trotz Verletzungspechs und Radschaden beim Training am Vorabend des Wettbewerbs erkämpfte sich der Fürther Martin Fürsattel (RSV Fürth-Vach) in der Vorrunde als Dritter den Einzug ins Finale. Nach einem missglückten Mautesprung zu Beginn des Programms beendete Fürsattel das Finale ebenfalls mit dem dritten Platz hinter Lukas Kohl und Moritz Herbst (RSV Wendlingen). Der nächstplatzierte bayerische Solisportler findet sich mit Adam Kottmann (RKB Penzberg) auf Platz neun. Höchst unzufrieden war Torben Staudenmeier (RKV Herbrechtingen) mit seinem Ergebnis, das ihn auf Platz elf brachte. Freuen dagegen konnte sich Maximilian Euskirchen (DJK Rohrbach), der sich trotz seiner deutlich geringeren Schwierigkeit an das Feld herangekämpft hat. Im Vergleich zur ersten Masters hat er sein Ergebnis um über zehn Punkte gesteigert.

Zufrieden kann auch das Duo FüsselSchwedemann (RSV Gutach) sein. Im Wettbewerb 2er Offene Klasse blieben sie nur wenig hinter ihrer bei der ersten Masters erzielten Bestleistung zurück, wurden aber vom österreichischen Paar Schnetzer-Latzer (den WM-Dritten 2016) vom sechsten auf den siebten Platz verwiesen. Text: Steffi Graff

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