Solisportler Michael Niedermeier gewinnt bei der Hallenrad-WM in Stuttgart Silber

Respekt und Anerkennung für den Bruckmühler Vize-Weltmeister Michael Niedermeier

Der RKB Solidarität Deutschland ist stolz auf seinen Vize-Weltmeister im Einer Kunstradfahren der Männer, Michael Niedermeier, vom bayerischen RKB Soli Bruckmühl und gratuliert sehr herzlich zu dieser herausragenden sportlichen Leistung!

Was sich da am Sonntagnachmittag im Finale der Hallenrad-Weltmeisterschaft in der Stuttgarter Porsche-Arena abgespielt hat, war an Spannung und Dramatik nicht zu überbieten. Ein Fehlgriff beim allerletzten Übergang kostete den Oberbayern in buchstäblich letzter Sekunde den ersehnten dritten Titel in Folge.

Bereits in der Vorrunde hatte Michael Niedermeier mit seinem Programm ein eindrucksvolles Statement abgelegt und als einziger ein Ergebnis oberhalb der magischen 200-Punkte-Marke eingefahren, nachdem der zweite deutsche Starter und WM-Debütant Lukas Kohl schon eine starke Leistung vorgelegt hatte.

Im Finale, Niedermeier wie immer als letzter – weil mit der höchsten Punktzahl – startend, bahnte sich ein harter Zweikampf an. Kohl lieferte wiederum ein exzellentes Programm, bewertet mit ganz knapp unter 200 Punkten, ab. Und Niedermeier konterte grandios: Den mitgereisten Bruckmühler Fanblock, angetan mit blau-weißen Fanschals und ausgestattet mit bunten Transparenten, und die 6000 begeisterten Zuschauer in der ausverkauften Halle hielt es kaum mehr auf den Sitzen, als die Anzeige wenige Sekunden vor Ablauf der fünf Minuten noch deutlich über 200 Punkte für Michael Niedermeier anzeigte und der erneute Titelgewinn sicher schien. Zwischenzeitlich hatte der Jurastudent mit dem scheinbar unantastbaren Nervenkostüm mit taktischen Drehsprüngen die Wertung auf einen Wert über 210 Punkte erhöht. Dann rutschte ihm beim allerletzten Übergang die schweißnasse Hand ab und er stürzte rücklings zu Boden. Dort lag er dann in der Fläche, die Hände vor das Gesicht geschlagen, und hörte einen Moment später den Schlussgong. Wohlwissend, dass damit zu viele Punkte dahin waren, um erneut ins Regenbogentrikot schlüpfen zu dürfen.

Der große Sportsmann brauchte aber nur wenige Sekunden um sich zu sammeln, aufzustehen, sich beim Publikum zu bedanken und dem neuen Weltmeister Lukas Kohl herzlich und überschwänglich zu gratulieren. „Ich habe nicht den Weltmeistertitel verloren, sondern den Vizetitel gewonnen“, sagte Niedermeier wenig später, als er sich gemeinsam mit den anderen erfolgreichen Sportlern feiern ließ.

Ganz großer Sport und ein ganz großer Sportsmann. – Respekt.

 

Stefanie Graff

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