Bei den Deutschen Hallenradsport Meisterschaften wurden auch die Titelträger im Radball und Radpolo für die Saison 2017 ermittelt.

Am ersten Wettkampftag standen aber zuerst die Aufstiegsspiele in die 1. Bundesliga auf dem Programm. Für die RKB Solidarität Deutschland kämpfte im Radpolo die Mannschaft vom RSV Jänkendorf mit um den Einzug ins Oberhaus der Liga. Mit ihnen hatten sich der RV Etelsen, RVW Naurod, RSG Ginsheim und RSV Seeheim I + II qualifiziert. Gleich im ersten Spiel unterlagen Isabell Richter und Tina Filter vom RSV Jänkendorf gegen den späteren Erstplatzierten der Aufstiegsrunde RV Etelsen mit 2:5. Es folgte ein 4:4 gegen den RSV Seeheim I, bevor sie ihren ersten Sieg gegen Seeheim II mit 4:2 feiern konnten. Ein weiteres 4:4 Unentschieden, erspielten sie gegen die RSG Ginsheim. In ihrem letzten Spiel mussten sie nun die Mannschaft vom RVW Naurod schlagen, um mit dem Aufstieg mitzuspielen. In einem hart umkämpften Spiel mussten sie sich aber knapp mit 3:4 geschlagen geben und dies bedeutete am Ende Platz 5 in der Tabelle. Aufsteiger sind Etelsen, Naurod und Ginsheim.

Im Radball siegte der RC Oberesslingen vor dem RSV Krofdorf. Der dritte Aufsteiger wurde in einem Entscheidungsspiel ermittelt. Dort setzte sich der RV Hechtsheim gegen den RMSV Klein-Gerau mit 4:3 durch.

Am zweiten DM Tag stand die Meisterrunde auf dem Plan. Im Radpolo hat sich dafür der Titelverteidiger RKB Wetzlar mit Sabrina Burdalic / Meike Schott und zwei Mannschaften vom RSV Frellstedt Marina Finster/Petra Piecha I und Theresa Sielemann/Franziska Körtge II qualifiziert. Die Finalgruppe komplettierten die Teams vom RV Obernfeld und RSV Kostheim. Im ersten Spiel gewann die erste Mannschaft von Frellstedt gegen die Zweite mit 2:1. Im zweiten Spiel mussten die Wetzlarerinnen eine überraschende Niederlage gegen Kostheim mit 5:6 einstecken und Obernfeld gewann gegen Frellstedt II mit 5:0. Frellstedt I setzte sich danach mit 5:2 gegen Kostheim durch. Im nächsten Spiel standen Sabrina Burdalic und Maike Schott schon unter Druck, denn der Gegner hieß Obernfeld. Die ließen sich aber nicht aus ihrem Konzept bringen und fertigten die Niedersachsen mit 5:0 ab. Nun war der erste Block beendet und nach einer Spielpause ging es mit Kostheim-Frellstedt II weiter, das die Frellstedterinnen mit 3:1 gewannen. Frellstedt I unterlag danach Obernfeld mit 1:6 und Wetzlar kam zu einem knappen 2:1 Erfolg gegen Frellstedt II. In den beiden letzten Spiele dieser Runde gewannen die Favoriten Obernfeld mit 4:2 gegen Kostheim und Wetzlar gewann die RKB Partie gegen Frellstedt I mit 3:1. Somit waren der RKB Wetzlar und Obernfeld Punkte und Torgleich auf Platz 1 + 2.

Da der Deutsche Meistertitel immer zwischen den zwei Erstplatzierten der Meisterrunde ausgetragen wird, kam es nun zum Finale der beiden Mannschaften. Der RKB Wetzlar ging nach zwei Minuten der Spielzeit in Führung und konnte nach fünf Minuten auf 2: 0 erhöhen. Fünfzehn Minuten vor dem Seitenwechsel kassierten sie den Anschlusstreffer und gingen mit 2:1 in die Habzeitpause. Es waren zweieinhalb Minuten in der zweiten Spielhälfte gespielt und das RKB Team erhöhte auf 3:1. Nach vier Minuten verkürzen die Obernfelderinnen nach einem Konter auf 3:2. Der Schiedsrichter pfiff nach den 2 x 7 Minuten das Spiel beim Stand von 3:2 ab. Es musste aber noch ein Eckstoß für Obernfeld ausgeführt werden. Diesen verwandelten sie zum 3:3 und es gab eine Verlängerung von 7 Minuten. Sabrina Burdalic und Maike Schott begannen die Verlängerung wie gewohnt offensiv und wurden nach einer Minute mit der 1:0 Führung in der Verlängerung belohnt. Über 80% Ballbesitz in den verbleibenden 6 Minuten sorgte dafür, dass die Obernfelderinnen nicht ins Spiel fanden und erst in der letzten Hälfte der Schlussminute das Spiel öffnete. Diese Gegenwehr kam aber zu spät und die Hessinnen hielten  die Führung bis zum Abpfiff. Glückwunsch! RKB Wetzlar konnte erfolgreich ihren Deutschen Meistertitel verteidigen.

Dafür heißt der neue Deutscher Meister im Radball RV Obernfeld. Im Finale setzten sich die Niedersachsen gegen Titelverteidiger RMC Stein mit 5:2 durch. In der Vorrunde war Stein noch die dominierende Mannschaft. Die Franken gingen ungeschlagen ins Finale, auch gegen Obernfeld 1 gewannen sie deutlich mit 4:1 Toren. Obernfeld 1 musste nicht nur gegen Stein eine Niederlage hinnehmen, sondern auch ein Unentschieden gegen RV Gärtringen, kam mit sieben Punkten als Tabellenzweiter aber ins Finale. Das Kleine Finale bestritten RV Gärtringen und RV Obernfeld 2. Gärtringen spielte in der Vorrunde drei Unentschieden und hatte schließlich drei Punkte. Obernfeld 2 holte mit zwei Unentschieden zwei Punkte. Das Finalspiel war hart umkämpft und wurde schließlich 3:2 von Obernfeld 2 gewonnen. Text: Ralf v. Zütphen

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