Wie nah Freude und Frust beieinander liegen, das gab es einmal mehr bei den nationalen Hallenradmeisterschaften zu erleben. Als strahlende Siegerin im 1er Kunstrad durfte sich Jana Pfann feiern lassen, die als Juniorin im ersten Jahr geschafft hat, was es höchst selten zu bewundern gibt. Direkt im Folgejahr ihres Titelgewinns bei den deutschen Schülermeisterschaften ließ sie als weitaus Jüngste im Spitzenfeld bei der deutschen Meisterschaft U19 alle anderen hinter sich. Dass sie das drauf hat, daran hatte niemand gezweifelt. Sie hatte sich die ganze Saison hindurch herausragend präsentiert, sich fest auf Platz zwei hinter ihrer Vereinskameradin Ramona Dandl etabliert. 160,20 Punkte und ein deutlicher Vorsprung bedeuteten ein wohlverdientes schwarz-rot-goldenes Trikot für die Senkrechtstarterin des Jahres. Auf Platz zwei fand sich eine überglückliche Franka Wüst (RSV Solidarität Randersacker) mit 147,87 ausgefahrenen Punkten. Die Randersackerin hatte nach einer verletzungsbedingt verkorksten Masters-Serie nichts zu verlieren und konnte völlig frei auffahren – was ihrer Leistung einen mächtigen Schub gab und mit Silber belohnt wurde. Lokalmatadorin Sandra Roller belegte knapp dahinter mit 147,09 Punkten Rang drei. Bitter verlief der Tag für EM-Teilnehmerin und Titelfavoritin Ramona Dandl, die sich als letzte Starterin am Ende mit nur Platz vier begnügen musste. Nach einer glatten Durchmarsch-Saison zeigte die Abiturientin ausgerechnet bei den deutschen Meisterschaften Nerven und kämpfte sich nach einem Sturz mit unlösbaren Zeitproblemen durch ihr sonst so sicheres Programm. Pech hatte auch Nadine Vogel (RKB Solidarität Randersacker). Sehr wechselhafte Ergebnisse hatten ihre Saison geprägt. Von der zuletzt gezeigten guten Leistung beim Paartalcup in Kissing war sie in Nufringen weit entfernt. Über Platz neun mit 128,19 Punkten dürfte sie sehr enttäuscht sein. Kim Leah Schlüter (RSV Knetterheide) belegte Platz 13 mit 111,62 Punkten. Platz 17 mit 110,88 Zählern war das Ergebnis von Rebecca Stamm (TSG Solidarität Höchberg).

Im 1er Junioren verteidigte Simon Köcher (RSV Öschelbronn) mit 179,83 Punkten erfolgreich seinen Meistertitel des Jahres 2017. Tim Weber (RCV Böhl-Iggelheim), gehandycapt durch eine Fußverletzung, erreichte nach einem Sturz 173,16 Punkte und den zweiten Platz. Dritter wurde mit 162,74 Punkten David Mayer (RSV Tailfingen). Als bester Soli-Sportler findet sich Marvin Staudenmaier (RKV Herbrechtingen) mit 131,61 Punkten auf Platz neun. Alexander Stark (TSV Bernlohe) mit Problemen beim frisch aufgestockten Programm, wurde mit 106,98 Punkten elfter. Platz 13 erreichte Till Eggerling (RKV „Pfeil“ Rhüden) mit 101,42 Punkten.

Die deutschen Meisterinnen bei den 2er Juniorinnen heißen Annice Niedermayer und Alina Freisler (RKV Denkendorf). Die Silbermedaillen gingen an Jana und Sophie Riedel (RV Adler Bechhofen) vor dem noch ganz jungen Paar Anika Papok und Anna-Sophia von Schneyder (RV Frohe Radler Lottstetten). Rebecca und Veronika Stamm (TSG Solidarität Höchberg) freuten sich mit 96,65 sauber herausgefahrenen Punkten über Platz fünf. Jil Jodeit und Sarah Salewski(RMSV Hochheide) wurden neunte. Platz 13 blieb dem Paar Schneider/Berk (ebenfalls RMSV Hochheide).

Im 2er offene Klasse konnten die EM-Fahrer Marc Lehmann und Julica Müller (RV Blitz Hoffnungsthal) die von Alexander Brandl und Andreas Steger (RSV Schleissheim) vorgelegte Leistung nicht toppen, sodass sich überraschend die Oberbayern über den deutschen Meistertitel freuen konnten. Rang drei ging an Richard Kolbe und Charlott Alexander (SV Grün-Weiß Märkisch-Buchholz). Das junge Soli-Paar Alexander und Daniel Stark (TSV Bernlohe) hatte keine Chance, das Treppchen zu erklettern und blieb dort, wo es die ganze Saison hindurch seinen festen Platz hatte: Rang vier.

Bei den Reigen waren ebenfalls einige Soli-Mannschaften erfolgreich:

Im 4er Kunstrad Juniorinnen belegte die Mannschaft RSV Frohnlach 1 den siebten Platz. In der offenen Klasse fuhr das Team Frohnlach 1 auf Platz sechs, „Pfeil“ Rhüden folgte auf Platz neun.

Die 4er Einrad-Mannschaft des RKB Solidarität Roth erreichte bei den Juniorinnen Platz sechs, der RSV Frohnlach Platz neun und die Solidarität Schweinfurt Platz zehn.

Noch einmal Platz sechs gab es für den RSV Frohnlach im 6er Einrad offene Klasse. Direkt dahinter auf Platz sieben folgte der RKV Herzogenaurach. Platz neun für den RV Burgheim und elf für den RSV Solidarität Rimpar.

Text: Steffi Graff / Bild: Hubert Dandl

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