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Drei Tage Rollkunstlauf auf höchstem Niveau: Deutsche Meisterschaft 2026 in Eppingen

21. September 26 | Rollsport

Knapp 300 Sportlerinnen und Sportler aus 24 Soli-Vereinen, 174 Starts und mehr als 22 Stunden Wettkampf: Die Deutsche Meisterschaft des RKB „Solidarität“ im Rollkunstlauf hat Eppingen drei Tage lang zum Treffpunkt der Soli-Rollsportfamilie gemacht.
Gruppenbild von Rollkunstläuferinnen. Sie stehen nebeneinander und lächeln in die Kamera. Einige haben Medaillen und Pokale, die sie gewonnen haben.

Neben den sportlichen Leistungen stand das Meisterschaftswochenende ganz im Zeichen von Gemeinschaft, ehrenamtlichem Engagement und 130 Jahren RKB-Geschichte.

Vom 11. bis 13. September 2026 ging es in der Rollsporthalle Eppingen um die Deutschen Meistertitel des RKB. Bereits am Donnerstag hatten die Aktiven beim offiziellen Trainingstag Gelegenheit, sich auf die Bahn und die bevorstehenden Wettbewerbe einzustellen. Von Freitag bis Sonntag folgte dann ein dichtes Wettkampfprogramm mit Einzel- und Zweierläufen, Paarlauf, Gruppen und Formationen in den unterschiedlichen Alters- und Leistungsklassen.

Die Zahlen zeigen die Dimension der Veranstaltung: Knapp 300 Läuferinnen und Läufer aus 24 Soli-Vereinen waren nach Eppingen gekommen. Insgesamt standen 174 Starts und mehr als 22 Stunden Wettkampf auf dem Programm. Hinter diesen Zahlen stecken unzählige Trainingsstunden, sportlicher Ehrgeiz und vor allem die Begeisterung für den Rollkunstlauf.

Volle Ränge und ein starker Gastgeber

Für die passende Meisterschaftsatmosphäre sorgten volle Zuschauerränge. Familien, Vereinsmitglieder, Fans und Gäste verfolgten die Wettbewerbe und unterstützten die Sportlerinnen und Sportler von den Rängen aus.

Der RRV Eppingen präsentierte sich dabei als hervorragender Gastgeber. Die Sportanlage war bestens auf die Deutsche Meisterschaft vorbereitet. Auch abseits der Wettkampffläche sorgte der Verein mit viel Engagement für eine sehr gute Betreuung und Bewirtung der Aktiven und Gäste.

Dass Eppingen die Deutsche Meisterschaft ausrichten würde, war ursprünglich keineswegs vorgesehen: Nachdem der zunächst vorgesehene Ausrichter seine Bewerbung aus technischen Gründen zurückziehen musste, erklärte sich der RRV Eppingen kurzfristig bereit, die Meisterschaft zu übernehmen. Umso bemerkenswerter ist, mit welcher Qualität und Professionalität die Veranstaltung auf die Beine gestellt wurde.

Ein herzlicher Dank gilt deshalb allen Helferinnen und Helfern des RRV Eppingen, die vor, während und nach der Meisterschaft im Einsatz waren.

Ohne Ehrenamt keine Deutsche Meisterschaft

Eine Veranstaltung dieser Größenordnung lebt aber nicht allein von dem, was auf der Fläche passiert. Rund 25 Personen waren als Wertungsrichterinnen und -richter, Rechenbüro, als Stadionsprecher sowie im Back-Office im Einsatz.

Hinzu kamen die vielen ehrenamtlich Engagierten des gastgebenden Vereins sowie zahlreiche weitere Helferinnen und Helfer im Hintergrund. Sie alle sorgten dafür, dass aus einem umfangreichen Wettkampfplan eine funktionierende Deutsche Meisterschaft wurde.

Ihr Einsatz macht deutlich, was den organisierten Sport im RKB auszeichnet: Sportliche Leistung und ehrenamtliches Engagement gehören zusammen.

Feierliche Eröffnung und Empfang

Ein besonderer Höhepunkt war die offizielle Eröffnung am Samstag. Gemeinsam zogen die Sportlerinnen und Sportler in die Halle ein und gaben der Deutschen Meisterschaft damit einen würdigen Rahmen. Danach richteten zunächst Eppingens Oberbürgermeister Klaus Holaschke, RKB-Präsident Tobias Köck und der RRV-Vorsitzende Marcel Wagner einige Worte an die Sportler:innen und das Publikum, bevor Bundesrollsportleiterin Rita Friede die DM offiziell eröffnete.

Im Anschluss an die Eröffnung trafen sich der Oberbürgermeister sowie Vertreterinnen und Vertreter von Verein und Verband zu einem kleinen Empfang. Den besonderen Rahmen dafür bot die Ausstellung „Sport. Bewegung. Solidarität“ zur Geschichte des RKB. Jugendbildungsreferent Tilmann Ziegenhain gab den Gästen in einem kurzweiligen und informativen Vortrag Einblicke in die wechselvolle Geschichte des Verbandes, von der Gründung im Jahr 1896 über Verbot, Verfolgung und Enteignung während des Nationalsozialismus bis hin zu den jüngsten Entwicklungen.

130 Jahre RKB: Geschichte mitten in der Meisterschaft

Denn 2026 steht für den RKB nicht nur im Zeichen sportlicher Höhepunkte. Der Verband blickt zugleich auf 130 Jahre Verbandsgeschichte zurück.

Die Ausstellung machte diese Geschichte während der Deutschen Meisterschaft unmittelbar erlebbar. Führungen in Kleingruppen boten Gelegenheit, sich intensiver mit den historischen Wurzeln und der Entwicklung des Verbandes auseinanderzusetzen.

Dabei richtete sich das Angebot ausdrücklich auch an die jungen Sportlerinnen und Sportler. Mit einem Onlinequiz konnten sie die Geschichte des RKB auf spielerische Weise entdecken. Ergänzt wurde das Angebot durch einen Informationsstand des Bundesverbandes und eine Fotobox, die für viele Erinnerungsbilder vom Meisterschaftswochenende sorgte.

So wurde deutlich: Die Geschichte des RKB ist kein Thema, das nur in Archiven stattfindet. Sie gehört zu unserem heutigen Verbandsleben – und wird von der nächsten Generation weitergeschrieben.

Besuch aus dem Landtag

Am Sonntagnachmittag war mit Gudula Achterberg auch eine Abgeordnete des baden-württembergischen Landtags zu Gast. Achterberg gehört der Grünen-Landtagsfraktion an und ist deren sportpolitische Sprecherin.

Sie verfolgte vor Ort die Wettbewerbe und informierte sich über die Deutsche Meisterschaft sowie die Arbeit des Verbandes. RKB-Vizepräsident Frank Hoppe führte sie zudem durch die Ausstellung und erläuterte die historischen Hintergründe und die Entwicklung des Verbandes.

Zum Abschluss ihres Besuchs wirkte Gudula Achterberg auch bei der Siegerehrung mit – und erlebte damit unmittelbar einen der emotionalsten Momente einer jeden Deutschen Meisterschaft.

Eine Meisterschaft, die in Erinnerung bleibt

Nach vier intensiven Tagen – vom Training am Donnerstag bis zu den letzten Wettbewerben und Siegerehrungen am Sonntag – bleibt vor allem eines: Diese Deutsche Meisterschaft war weit mehr als die Summe von 174 Starts.

Sie brachte Sportlerinnen und Sportler zusammen, füllte die Zuschauerränge, zeigte Rollkunstlauf auf hohem sportlichem Niveau und machte gleichzeitig sichtbar, was den RKB seit 130 Jahren trägt: Gemeinschaft, Solidarität und das Engagement vieler Menschen für ihren Sport und ihren Verband.

Unser Dank gilt dem RRV Eppingen und seinem gesamten Organisationsteam, den Wertungs- und Schiedsrichterinnen und -richtern, allen Helferinnen und Helfern, Trainerinnen und Trainern und natürlich den Sportlerinnen und Sportlern: Ihr alle habt die Deutsche Meisterschaft 2026 zu einem besonderen Wochenende für den Rollkunstlauf und den gesamten RKB gemacht.

Alle Ergebnisse im Überblick.

Fotos: Thomas Gebauer, Tobias Köck, Tilmann Ziegenhain

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