Mit einem fulminanten Auftakt ist die Soli-Familie in die Junior-Masters-Serie gestartet. Im unterfränkische Randersacker zeigte sich der 1er und 2er Kunstradsport von seiner schönsten Seite. Neben der Freude über sportliche Glanzleistungen war es auch der äußere Rahmen, der Spaß und Lust auf mehr machte: Der RSV Solidaritt Randersacker hatte gemeinsam mit der TG Solidarität Höchberg  und mit Unterstützung des RKB Solidarität Bruckmühl alle Register gezogen, um  diese Veranstaltung zu etwas ganz Besonderem zu machen. Viel Lob von allen Seiten gab es für diese großartige Werbung in Sachen Hallenradsport.

Auch sportlich war an diesem Tag der Jubel groß, wenn auch nicht alle ihren Ansprüchen Genüge tun konnten. Herausragend präsentierte sich die hoch favorisierte Bruckmühlerin Jana Pfann im 1er Kunstrad. Sie gewann die erste Junior Masters unangefochten und hat sich schon jetzt in Sachen EM-Qualifikation einen satten Vorsprung verschafft. Weniger gut lief es in der Vorrunde für die beiden Lokalmatadorinnen vom RSV Randersacker. Nadine Vogel ließ gesundheitlich angeschlagen viele Federn und fiel auf Platz 13 zurück. Auch Franka Wüst patzte in der Vorrunde und verpasste den erhofften Finaleinzug mit Platz fünf. Dank einer Ausrichter-Wildcard durfte sie am Abend dennoch noch einmal starten und dann sie nutzte die Chance, sich vor heimischem Publikum von ihrer Schokoladenseite zu zeigen, mit Bravour. Im Finale wurde sie souverän zweite und sorgte dafür, dass Trainer Willy Ott und die zahlreichen Randersacker Fans völlig aus dem Häuschen waren. Schade nur, dass es dafür keine EM-Punkte gab, weil sie sich nicht regulär für das Finale qualifiziert hatte. Veronika Stamm vom mitausrichtenden TG Soli Höchberg machte mit einer sauberen Fahrt einige Plätze gut auf Platz 17. Platz 23 erreichte Neele Jodeleit vom RSV Knetterheide.

Für ein weiteres Highlight sorgten Alexander und Daniel Stark vom TSV Bernlohe im 2er offene Klasse. Die beiden noch ganz jungen Sportler zogen mit 101,73 Punkten sicher ins Finale ein und hatten damit das von Trainer Volkmar Zint ausgegebene Tagesziel eigentlich schon erreicht. Am Abend legten sie dann aber bei der allerersten Finalteilnahme ihrer Karriere noch eine gute Schippe drauf: Wie beflügelt vom (noch) ungewohnten Rampenlicht zeigten sie ein beinahe makelloses Programm und beendeten den Sporttag mit einer neuen persönlichen Bestleistung in Höhe von 110,18 Punkten. Platz fünf im 2er offen erreichte das Duo Dück-Bobe vom RSV Knetterheide. Im 2er Juniorinnen wurde das Gutacher Paar Hanna Both und Julia Schondelmeier vierte.

Alexander Stark vom TSV Bernlohe war zuvor auch im 1er Junioren am Start. Trotz einiger eigentlich unnötiger Punktverluste konnte er seinen siebten Platz halten. Strahlend ging Dominic Franke-Fontinha (RKB Solidarität Wetzlar) von der Fläche. Er machte mit einer Steigerung seiner Bestleistung um fünf Punkte zwei Plätze gut und reihte sich auf Platz zehn ein. Gleich dahinter landete Till Eggerling (RKV Pfeil Rügen). Ein Drama spielte sich im Finale 1er Junioren ab: Favorit Tim Weber (RCV Böhl-Iggelheim) präsentierte sich zwar zunächst hervorragend, stand aber fast eine halbe Minute vor dem Schlussgong plötzlich ratlos auf der Fläche. Fassungslos sah er die vielen fehlenden Punkte auf der Anzeigentafel und bemerkte erst dann, dass er mehrere Übungen ausgelassen hatte. Ein Blackout, der ihn selbst am meisten schockierte. Es gewann Dauer-Rivale Simon Köcher vom RSV Öschelbronn. Text: Steffi Graff / Bild: Hubert Dandl

Die Kaderathletinnen und -athleten des RKB Solidarität Deutschland werden

gefördert mit Mitteln des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat.

 

Similar Posts

Leave a reply

required*